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Zootiere

zoo, tiger, tierschutz Vor ein paar Jahren berichtete die Presse über ein bis dato noch vertrauliches Arbeitspapier des Verbandes Deutscher Zoodirektoren (VDZ), das die regelmäßige „Bestandsregulierung“ der Zootiere mittels Euthanasie oder Schlachtung zum Inhalt hat. Der derzeit amtierende Präsident des VDZ, der Direktor der Stuttgarter Wilhelma, Prof. Dr. Dieter Jauch befürchtet, wie er gegenüber der Presse zugab, den „emotionalen Supergau“ der Öffentlichkeit, sieht aber zur Tötung der überzähligen Nachkommen langfristig keine Alternative. Unserer Einladung, in einer AKT- Podiumsdiskussion in Stuttgart als Hauptgast die Argumente des VDZ öffentlich zur Diskussion zu stellen, folgte er nicht. Arroganz der Zoofunktionäre gegenüber Tierschützern und einer kritischen Öffentlichkeit scheint noch hilfreich zu sein, um dem unangenehmen Dialog zu entgehen, doch wie lange noch?

Dass die Zoos eines Tages mit dieser „Endlösung“ ihrer chronischen Massennachzucht von Tieren auch öffentlich aufwarten würden, war schon vor 15 Jahren abzusehen. Auf Teufel komm raus wurde ohne Rücksicht auf Nachfrage und artgemäße Unterbringung alles gezüchtet, was gehalten wurde. Das Argument war einfach und für Unkundige einleuchtend: „Nur artgemäß gehaltene Tiere vermehren sich auch!“ Ergo weist eine hohe Nachzuchtstatistik einen „vorbildlichen“ Zoo und „glückliche“ Zootiere aus.

Auf umfangreichen Listen, die die Zoos untereinander, aber auch bei Zootiergroß- und zwischenhändlern, Exporteuren und privaten „Liebhabern“ in Umlauf brachten, war und ist nahezu alles zu finden, was da kreucht und fleucht. Im Laufe der letzten Jahre wurde alles mit Zoonachzuchten „abgefüllt“, was auch nur im Entferntesten daran Interesse haben könnte. Zootiere gelangten in Zirkusse, Versuchslabors, in die Heim- und Hobbytierhaltung, in private und gewerbliche Menagerien, Schaustellerbetriebe, Safari- und Wildparks und zu Präparatoren. Selbst ausländische Zoos rund um den Erdball, vor allem auch in der sogenannten Dritten Welt, wurden ebenso mit den mittlerweile spottbilligen Tieren beliefert, wie Wildbrethändler- und gastronomen. In Gattern fand so mancher Publikumsliebling aus Germany als lebende Zielscheibe sein Ende.

Schon vor zwei Jahrzehnten war der in freier Wildbahn vom Aussterben bedrohte sibirische Tiger im Zoo nicht einmal mehr sein Futter „wert“, doch gezüchtet wurde er trotzdem.

Der Grund war und ist auch heute noch sehr einfach: Zootierbabys sind ein unverzichtbarer Publikumsmagnet, der die unbedarften „Tierfreunde“ magisch in die Zoos und Geld in die Kasse strömen läßt.

Während früher die Zoos noch städtische und staatliche Einrichtungen waren und von Steuergeldern finanziert wurden, sind sie mittlerweile fast alle dem freien Fall des wirtschaftlichen Wettbewerbs ausgesetzt, - ganz unfreiwillig natürlich, denn heute ist die Führung und Bewirtschaftung eines Zoos weniger von tiergartenbiologischem Know-How als vielmehr von kommerziell gestrafftem Management abhängig. Nur ein Bruchteil der Einnahmen decken die immensen Kosten der Zoos. Heute sind viele Zoos GmbHs und Aktiengesellschaften.

Und die Konkurrenz der Zoos ist auch gewachsen. Freizeit- und Vergnügungsparks haben ihnen bezüglich Beliebtheit längst den Rang abgelaufen, weswegen die Zoos sich immer hemmungsloser gegenüber dem Publikum prostituieren. In Zoos werden heute Kindergeburtstage gefeiert und Kioske sowie Restaurants haben sich eifrig unter die Tierhäuser gemischt. Dadurch hat auch der wissenschaftliche Anspruch, den die Zoos so gerne für sich reklamieren, spätestens jetzt an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Die Zooarchitektur gehorcht dem Attraktionsbedürfnis des Publikums mehr, als den artspezifischen Bedürfnissen der Tiere. Die Zuschauer erhalten Einblick bis in die letzten Winkel der „Rückzugshöhlen“ der Zootiere. Glasscheiben, Videokameras oder aber nur der einfache Verzicht auf Rückzugsmöglichkeiten machen dies möglich. Besonders bei Fischen und „Terrarientieren“ wird zur Aufrechterhaltung der „Optik“ das Bedürfnis der Tiere nach Deckung missachtet. Lärmende Schulklassen stürmen die Tierhäuser und trommeln mit Fäusten an Scheiben und Gitter, der zur Ruhe und Rücksicht mahnenden Beschilderung zum Trotz.

Heute richtet sich die Zusammensetzung der Tierarten viel mehr nach dem, was die Leute sehen wollen. Früher ging es dabei mehr um das Prestige des jeweiligen Zoodirektors, bzw. nach dessen Sammlerleidenschaft und zoologischen Interesses.

Zootiere sind Nutztiere, Wirtschaftsgüter, Schauobjekte und somit verfügbare Biomasse. Das waren sie zu Hagenbecks Zeiten ebenso wie vor 20 Jahren. Heute verkaufen sich die Zoos jedoch besser. Rührige TV- Serien vom romantischen, abenteuerlichen und tierlieben Leben des Zoodirektors, naive Reportagen über glückliche Zootiere und Zooleute, die alle geborene Tierschützer seien und die tierfachliche Unantastbarkeit der Tierakademiker (Veterinäre, Zoologen, Biologen, Ethologen etc.), die die Zoos i.d.R. leiten, und die von Medien, Politik, Justiz und Öffentlichkeit einhellig gewahrt wird, haben den selbsternannten „Halbgöttern“ menschlicher Abstammung ein Image beschert, so dass ihnen als Tiernutzergruppe tierschützerischerseits schlecht beizukommen ist.

Was hat ihnen der Tierschutz auch entgegenzuhalten? „Zoo ist Knast!“ und „Lasst die Tiere frei!“ und andere oberflächliche Slogans, über die die Zoofunktionäre mit Recht nur müde lächeln können.

„Tierschützer sind emotionale Spinner, die keine Ahnung haben“, so lautet das Urteil über uns. Befürchtet wird, wie gesagt, der „emotionale Supergau“ der Öffentlichkeit, und nicht etwa der rationale oder besser, ethische Einspruch, schließlich stehen doch die spärlichen ethischen Errungenschaften bezüglich der Tierrechte und die bisherige Auslegung des Tierschutzgesetzes auf dem Spiel, für die wir Jahrzehnte gekämpft haben. Demnach besteht gegenwärtig noch kein vernünftiger Grund, ein Tier zu töten, nur weil es überzählig ist.

Weshalb sollte der Staat Geld für Wildtierauffangstationen erübrigen, die z.B. für neurotische und alterskranke Zirkustiere erbaut werden sollen, um sie dort gemäß ihres erbarmungswürdigen Zustandes und ihrer tierquälerischen Vergangenheit so gut wie möglich zu halten? Weshalb sollte ein Tierarzt nicht dem Wunsch seines Kunden folgen und den alten, ungehorsamen oder nicht mehr geliebten „Köter“ abspritzen, wenn Zoos dies bei kerngesunden, womöglich sogar unter Artenschutz stehenden Zootieren tun bzw. fortan tun dürfen, wenn wir uns nicht mit aller Macht und vereinten Kräften dagegen stemmen.

Beim Thema „Wildtiere in Gefangenschaft“ hätte der Tierschutz einen willkommenen Anlass, die Zoofunktionäre und ihre wahre Gesinnung gegenüber der Öffentlichkeit zu outen und somit die Haltung von Tieren wildlebender Arten unter der Knute des Menschen gesellschaftlich in Frage zu stellen. Die Diskussion über die „Endlösung“ bei Zootiere könnte sich zu einem neuen, längst überfälligen Höhepunkt der Tierrechtsdiskussion in unserer Gesellschaft auswachsen und positive Auswirkungen auf alle Bereiche des menschlichen Umgangs mit Tieren, gleich welcher Art, entwickeln, wenn wir es geschickt anstellen, indem wir das emotionale Gedöns vermeiden und uns endlich als Tierexperten gegenüber den Zoofunktionären emanzipieren.

Denn wir sind ihnen im Grunde doch überlegen. Zwar mangelt es bei den meisten Tierschützern an tierfachlichem Know-how, was jedoch nicht unabänderlich sein muss. Unser Vorteil: Wir haben im Umgang mit der Öffentlichkeit mehr Erfahrung und können uns ihrer Unterstützung sicher sein, wenn wir nachvollziehbar, sachlich und ethisch ausgereift argumentieren. Die öffentliche Akzeptanz der Zoos bröckelt schon jetzt zusehends.

Was den Zoofunktionären von jeher fehlte ist die Fähigkeit, Popularität für sich zu erzeugen: Sie werden respektiert und teilweise bewundert, weil sie in der Gesellschaft Seltenheiten darstellen und man mit ihrer Tätigkeit idealisierende Vorstellungen verbindet. Eloquent und volksnah sind sie aber kaum, schließlich konnten sie sich stets auf ihr nicht selbst verdientes Image verlassen. Wer wird denn schon einem Zoodirektor widersprechen wollen? 

Und vor allem: Sie haben mit Ethik, Tierschutz oder auch nur Artenschutz nichts am Hut - im Gegenteil. Besonders die Tierrechtsidee ist den Jüngern Rene’ Descartes ein Greuel, da sie in Tieren keine Subjekte, sondern untertänige Objekte erkennen. Deshalb war Tierschutz auch nie ein Ziel der Zoos, neben dem vermeintlichen Artenschutz, der Forschung, der Volkserziehung und vor allem der Erholung des Publikums.

Zoodirektoren ließen sich in der Vergangenheit vor fast jeden Karren spannen, nur nicht vor den des Tierschutzes. Sie verteidigten schon die Pelztierzucht, die Jagd, den Zoohandel, die unreglementierte Heimtierhaltung, den Fleischkonsum und Tierversuche. Tierschützerische Zooleute, ob in der Direktionsetage oder unter den Tierpflegern, halten sich nicht lange, sie werden alsbald weggemobbt. Figuren wie der legendäre Prof. DDr. Bernhard Grzimek oder auch der weniger bekannte Zoodirektor Dr. Salzert vom Zoo Rheine, der in früheren Jahren sehr kritisch mit dem Treiben seiner Zunft umging, sind Ausnahmen gewesen.

„Wir können von Glück sagen, daß noch kein tiergärtnerisch kompetenter Tierschützer aufgetreten ist, der uns das Leben schwer machen könnte!“ meinte einst der Schweizer Tiergartenbiologe Prof. Dr. Heini Hediger auf einer Zoodirektorenkonferenz.

Natürlich helfen Zoos kaum, wenn es um Gutachten gegen Zirkus- oder Heimtierhaltungen, um die Unterbringung eines miserabel gehaltenen Tieres oder auch nur um die Aufnahme und Aufzucht eines aufgefundenen Vogelbabys oder einer ausgesetzten Wasserschildkröte geht.

Die Argumentation gegen Zoos allgemein und gegen die Meuchelung überzähliger Zootiere, hier nun in Kürze und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

1.) Zoos erhalten keine Arten durch Nachzucht am Leben, sie schaffen vielmehr neue, weil die schleichende Domestikation bei Wildtieren von Generation zu Generation eine zwangsläufige Folge der im Zoo fehlenden evolutionsbiologischen Selektion ist. Instinktiv vorhandenes Wissen um Wanderrouten, Wasserquellen, Nahrungsgründe und Überlebensstrategien etc. geht ebenso verloren wie die Sensibilität von Tierindividuen gegenüber Gefahren, die sie im Zoo vergessen oder nie kennen gelernt haben. Die Lebensräume für zur Auswilderung bestimmte Zootiere existieren i.d.R. nicht mehr, vielmehr stellen gefährliche Zootiere wie z.B. Großkatzen eine Gefahr für Menschen dar, da sie - in Zoos an Menschenmassen gewöhnt - kein Fluchtverhalten gegen sie entwickeln konnten. Auch die Reinerbigkeit von Unterarten kann bei Zootieren nicht garantiert werden. Die wildlebenden Artgenossen könnten deshalb durch ausgesetzte Zootiere genetisch belastet werden. Auswilderungsversuche, besonders bei großen Säugetierarten aus Zoobeständen sind bislang gescheitert.

2.) Nachzuchterfolge sind kein Beweis für artgemäße Tierhaltung, eher ist das Gegenteil der Fall. Wird eine Spezies mit überlebenswidrigen Einflüssen konfrontiert, hat sie nur zwei Möglichkeiten:

a) Sie kann diese nicht durch Verhaltensmodifikation kompensieren und stirbt aus.

b) Sie beschleunigt ihre Generationsfolge, um dadurch die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Nachkommen über angeborene Eigenschaften verfügen, die sie mit den widrigen Umwelteinflüssen besser zurechtkommen lässt und dadurch die Art überleben kann.

Aus diesem Grunde ist die Vermehrungsrate bei Menschen in Elendsgegenden höher als im Wohlstand und aus dem gleichen Grund ist die bereits genannte schleichende Domestikation der Zootiere nicht nur das Ergebnis menschlicher und deshalb oberflächlicher Zuchtauslese, sondern auch von den Tieren selbst „gewollt“, um sich an das sich von den Bedingungen in der Wildbahn eklatant unterscheidenden Zooleben auch genetisch anzupassen. Logisch, dass ein scheues, für Gefangenschaftsverhältnisse hypersensibles Zootier sich schon dadurch als Zuchttier disqualifiziert, da es sich alsbald das Genick im Gatter oder beim Sturz in den Graben bricht. Nur mit dem vergleichsweise willigen und zahmen Tier, das in der Natur alsbald gefressen worden wäre, kann man züchten und eben diese seine mithin auch angeborenen „Unzulänglichkeiten“ in die nächste Generation überliefern, die durch diese Erbanlagen zu einem Leben im Zoo - nicht jedoch in der Wildbahn- noch besser geeignet sein wird.

Zoonachzucht ist nicht selten das Ergebnis hypersexuellen Verhaltens der unterforderten und deshalb gelangweilten männlichen Tiere.

Die Verhaltenskette besteht darin, dass unbefriedigter Bewegungsdrang Hyperaktivität zur Folge hat, die über Jahre hinweg in Stereotypie mündet. Hyperaktivität hat aber auch Hyperaggression und diese vor allem bei Männchen, Hypersexualität zu Folge. Verhaltenskomfort wie ausgiebiges Paarungs- und Werbungsverhalten wird bei Zootieren sehr stark verkürzt ausgelebt und ist oft nur noch in einer rudimentären Form vorhanden, die man bei Menschen „Vergewaltigung“ nennt.

Nicht selten steigern die Zootierärzte, je nach Bedarf, die sexuelle Stimulans mit Hormonen und die künstliche Besamung hat längst auch in Zoos Einzug gehalten.

3.) Zoos dienten der Erziehung der Öffentlichkeit zur Naturkunde und zum Naturschutz. Deshalb müsste Biologie vorgeführt und natürliche Sozialstrukturen von Tiere, zu denen auch Junge gehörten, ausgestellt werden. Zootiere würden verkümmern, wenn sie nie Nachwuchs aufziehen dürften und es gäbe keine tiergemäße Möglichkeit, Geburten zu verhindern:

Die Öffentlichkeit hat Freude an Jungtieren. Doch gibt es Dokumentarfilme, die natürliches, vom Menschen unbeeinflusstes Tierverhalten zeigen und dessen pädagogische Wirkung besser ist. Die Menschen sind keinesfalls bereit, den Preis, nämlich das Leben der Zootiere zu opfern, nur um sich an Jungtieren erfreuen zu können, zu bezahlen.

Richtig ist zwar, dass die sexuelle Identität der Wildtiere zur Aufrechterhaltung einer Sozialstruktur unerlässlich ist und sich somit Kastrationen oder Hormondauerbehandlungen, auch aus gesundheitlichen Gründen, verbieten. Es ist aber möglich und in der Humanmedizin längst gängige Praxis, Samen- und Eileiter operativ zu durchtrennen. Dadurch werden die Genitalien, die wichtige Hormondrüsen darstellen und somit die Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale steuern und sexualspezifisches Verhalten bestimmen, verschont und in ihrer Funktion erhalten. Die Tiere zeigen völlig normales Verhalten, auch bezüglich der Sexualität, entwickeln sich, nur haben sie halt keine Jungen. Da Tiere aber stets im Moment leben und sich somit nicht daran „erinnern“, dass sie auch letztes und vorletztes Jahr keine Jungen hatten, wird ihr Verhalten und Empfinden nicht negativ beeinflusst.

4.) Die Tötung überzähliger Zootiere sei zu vertreten, da auch in der Natur große Prozentsätze von Nachkommen nicht überlebten. Und: Weshalb sollen wir unsere überzähligen Pflanzenfresser nicht schlachten und an die Großkatzen verfüttern (oder als Wildbret nutzen). Ist eine Antilope oder ein Löwe mehr Wert als eine Kuh oder ein Schwein? Mit solchen pseudoethischen Argumenten der Zooleute werden kurzsinnige Zeitgenossen in Beschlag genommen und Tierschützer zu speziesistischen Positionen provoziert oder argumentativ überfahren.

a) In den Zoos „richten“ nicht Naturgesetze, evolutionsbiologische Kriterien, Fressfeinde oder Naturkatastrophen, sondern unzulängliche, fehlbare und egoistisch motivierte Menschen über Leben und Tod. Sowenig wie der Jäger anhand äußerlicher Merkmale erkennen kann, welches Tier tatsächlich die besten Überlebenschancen innerhalb seines natürlichen Habitats besitzt, sowenig kann es der züchtende und tötende Zoofunktionär.

b) Das Tierschutzgesetz und seine Auslegung sind Resultate einer ethischen Entwicklung und insoweit kulturelle Errungenschaften der Menschen, die über den richtigen Umgang mit ihresgleichen und mit anderen Spezies nachsinnen und danach handeln. In vielen anderen Bereichen orientieren wir uns auch nicht mehr daran, was in der Natur „üblich“ ist, z.B. wenn es um unsere eigenen Ansprüche und Rechte geht. Daß der Zoolöwe im Empfinden der Mehrheit einen höheren Status hat, als eine Kuh, stellt ein bedauerlicher Speziesismus dar, der Beweis genug ist, dass wir in der Frage der Mitweltethik noch viel Denk- und Entwicklungsbedarf aufweisen. Der Rückschluss, dass stets der ethisch niedrigste Ansatz der korrekte sei, nur weil er bequem und mehrheitsfähig ist, ist weder logisch, noch fördert er unsere geistige Weiterentwicklung. Er wirft uns vielmehr zurück und konserviert die alten Werte der Destruktivität, Diskriminierung, Ungerechtigkeit und Primitivität.

Das Recht der Tiere auf Leben, Schutz und artgemäßen Lebensraum muss schwerer wiegen, als das prinzipiell existente Recht auf vollumfänglich artspezifisches Verhalten, wozu die Jungenaufzucht gehört.

Zootiere entbehren in Gefangenschaft weit mehr Möglichkeiten, sich artgemäß zu verhalten, weswegen die Abschaffung der Wildtierhaltung generell das Ziel des wahrhaftigen Tierschutzes sein und bleiben muss.

Doch solange diese Entbehrungen der „Zootiere“ hingenommen werden, nur um Kommerz machen zu können, kann die Unterbindung der Nachzucht kein Widerspruch zum Recht der Tiere sein.

Vielmehr ist sie, solange Zoos bestehen, eine Voraussetzung, um Tierrechte bei Tieren im Zoo zu wahren!

Peter H. Arras AKT- AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ gemeinnützige Gesellschaft mbH Kindenheimer Straße 2 · 67208 Biedesheim · 06355/ 955 609 · E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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unsere AKT- Tierschutzstation für Exoten, Wild- und Kleintiere ist bedroht, da wir in unserer neuen Heimat noch größere Probleme damit haben, neue Förderer für unsere Arbeit zu gewinnen. Bitte helfen Sie, diese einmalige Tierschutzeinrichtung am Leben zu erhalten – durch Ihre langfristige Förderschaft! Unsere Tropenhalle wird durch steigende Energiekosten im Unterhalt immer teurer!

 

Tier des Monats: Das Hausschaf

Schafe sind Herdentiere, feinfühlig und aufmerksam. Sie können sich über 50 Gesichter von Artgenossen einprägen. Und sie sind gesellig, suchen den Kontakt auch zu anderen Tieren.

Am intensivsten aber ist die Beziehung der Mutter zu ihren Jungen. Vor der Geburt sondert sie sich von der Herde ab und auch danach bleibt sie noch für Tage bei den Lämmern, die in den Abendstunden besonders aktiv werden, wild herumtollen und im Spiel lernen, Rangordnungen zu bilden und zu akzeptieren. Unter Schafen geben die Widder den Ton an, angeführt wird die Herde aber von weiblichen Tieren. Mehr...