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Freitag, 12. Mrz 2010

Grippeviren und Pharmateufel

Schweine

Verschwörungstheorien zur H1N1-Impfung gefährden die öffentliche Gesundheit

Pharmakonzerne genießen in der Öffentlichkeit einen Ruf, der irgendwo zwischen dem der Ölmultis und der Mafia liegt. Sie gelten als geldgierige Scharlatane, die Innovation vorgaukeln, um durch überhöhte Preise die öffentlichen Gesundheitssysteme zu ruinieren; Ärzte korrumpieren, damit sie teure Mittel verschreiben; mit unausgereiften Mitteln die Gesundheit der Patienten gefährden; die Bewohner der armen Länder der Welt entweder ignorieren oder als illegales Testlabor verwenden - und nebenher auch Tiere quälen.

Taucht eine neue infektiöse Krankheit auf, für die entsprechende Medikamente entwickelt werden, dann heißt es, all das wäre bloß eine Erfindung der Pharmariesen, die damit ihre Umsätze ankurbeln wollen.

Selten zuvor ist dieser Vorwurf so offen ausgesprochen worden wie bei der Schweinegrippe. Ob in Blogs, Fernsehberichten, Zeitungskommentaren oder im aktuellen Profil - stets heißt es, dass von der WHO, Regierungen und Gesundheitsexperten eine falsche Panik geschürt wurde, hinter der die Pharmalobby steht. Dabei schwingt ein massiver Korruptionsvorwurf mit, als ob die Pharmabosse gleichzeitig WHO-Chefin Margaret Chan, US-Präsident Barack Obama und Gesundheitsminister Alois Stöger gekauft hätten.

Nun kann man tatsächlich Zweifel darüber äußern, ob die Ausrufung der höchsten Pandemie-Stufe durch die WHO im Juni gerechtfertigt war, ob für den Normalbürger die Impfung gegen das H1N1-Virus notwendig ist, und ob der so rasch auf den Markt gebrachte Impfstoff ausreichend getestet worden ist. Und ja: Die Pharmakonzerne verdienen an den Impfungen ganz ausgezeichnet.

Aber spätestens die Verschärfung der Lage in der Ukraine sollte die Abwiegler und Verschwörungstheoretiker zum Schweigen bringen. H1N1 mag sich immer noch als relativ harmloser Erreger erweisen, so wie einst die Vogelgrippe nie wirklich gefährlich wurde, aber das Bedrohungspotenzial ist zweifellos vorhanden. Und sollte die Zahl der Grippetoten tatsächlich explodieren, wie würden die Kritiker dann aufheulen, wenn die WHO nicht rechtzeitig gewarnt und die Pharmakonzerne nicht mit hohem Einsatz Impfstoffe entwickelt hätten?

Natürlich hat die Industrie nicht aus Selbstlosigkeit gearbeitet, sondern weil sie daran verdienen will. So ist das in der Marktwirtschaft. Glaubt irgendjemand, dass die öffentliche Hand oder Non-Profit-Gruppen Arzneimittel billiger und besser produzieren würden?

Das ständige Verteufeln der Pharmakonzerne ist unsinnig und kontraproduktiv. So lenkt in der heimischen Gesundheitsdebatte der ständige Ruf nach Preissenkungen bei Medikamenten von viel größeren Sparmöglichkeiten ab, vor allem dem Föderalismusunwesen bei den Krankenhäusern.

Das Misstrauen gegenüber der Branche führt dazu, dass höchst effektive Mittel vom Markt genommen werden müssen, sobald die Berichterstattung über gefährliche Nebenwirkungen überhand nimmt - wie etwa das Schmerzmittel Vioxx, dem viele Patienten immer noch nachtrauern. Je länger dann getestet wird, desto teurer werden neue Arzneien - was wiederum den Herstellern angekreidet wird.

Und während kritische Konsumenten Angaben der Pharmahersteller a priori bezweifeln, fallen sie reihenweise auf die völlig unbewiesenen Behauptungen der Homöopathie hinein.

Auch bei der Schweinegrippe ist die Anti-Pharma-Stimmung, zu der selbst Mediziner neigen, eine gesundheitspolitische Falle. Niemand sollte genötigt werden, sich impfen zu lassen. Aber solange das Ausmaß der Bedrohung nicht abschätzbar ist, muss man froh sein, dass Impfstoffe zur Verfügung stehen. Sie könnten tatsächlich Leben retten.

Gelesen bei: Eric Frey/DER STANDARD-Printausgabe, 3.11.2009

 

Kommentare  

 
#2 Michaela 2009-11-10 12:13
Wenn schon keiner mehr was schreibt, da guckt Euch das an.

www.youtube.com/.../

Ziemlich gut gemacht
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#1 Michaela 2009-11-09 13:29
Der Bericht ist das Ergebnis einer guten Lobbyarbeit.
Ängste schüren und Drohgebärden wirken noch immer.

So lange das gleiche Medikament EINES Herstellers in Deutschland wesentlich teurer ist als im Ausland, ist die Pharmaindustrie absolut unglaubwürdig.
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In vielen weidewirtschaftlich oder nomadisch geprägten Kulturen galt und gilt die Kuh als Statussymbol und Gradmesser des Vermögens; eine Schlachtung käme einer Vernichtung desselben gleich.

Schon seit alten Zeiten ist das Rind Lieferant von Nahrung, Kleidung, sogar Behausung, Zugtier und Energiespender. Die Welt der Tiere war mit dem menschlichen Leben aufs engste verknüpft.

Lebendige Spuren von Rinderkult finden sich auch im deutschsprachigen Raum sowohl in Süddeutschland als auch in Österreich wie etwa der Almabtrieb im Herbst und der besonders geschmückte Pfingstochse. In Bayern wurde eine 6000 Jahre alte Stierplastik gefunden, deren Rücken einen Kelch formt. Vermutlich seit der Hallstattzeit galt der Stier als heiliges Tier, wie unzählige Spuren belegen. Die Salzburger wurden im Mittelalter bis in die frühe Neuzeit 'Stierwascher' genannt, noch heute einfach: 'Salzburger Stiere'.

In den hinduistischen Religionen ist der Schutz der Kuh bis in die heutige Zeit ein wichtiges Element. Für die meisten Hindus ist die Kuh unantastbar. Selbst jenen, denen sie nicht ‚heilig‘, sondern lediglich ein wichtiges Symbol ist, hat sie doch einen besonderen Stellenwert und das Töten von Kühen ist für die meisten undenkbar. Für traditionelle Hindus wäre dies ein besonders verunreinigendes Vergehen; und sind auch nicht alle Vegetarier, so ist es für die meisten ausgeschlossen, Rindfleisch zu essen. In der Geschichte war der Kuhschutz so wichtig, dass islamische Eroberer ihren Heeren oft Kühe vorantrieben, wodurch Hindus sie nicht angreifen konnten.

Auch im frühen Alten Ägypten genoss die Kuh religiöse Hochschätzung. Der Himmel wurde als große nahrungsspendende Kuh angesehen, die mit vier Beinen auf der Erde stand. Video: Glückliche Kühe

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Schweizer STS

Oftmals beobachten wir mit grossem Erstaunen die Tätigkeiten des Schweizerischen Tierschutzes, kurz STS genannt. Die Aussagen, welche von diesem Verein kommen, sorgten in der Vergangenheit zum Teil für grosse Empörung unter den authentischen Tierschützern und Tierrechtlern. Kürzlich sagte der Mediensprecher vom STS Mark Rissi zum Beispiel: "dass man konsequent Fleisch kauft..." und "andere Ideen bringen den Tierschutz nicht voran und sind kontraproduktiv" gegenüber dem Bundeshausredakteur Simon Fischer, von der Zeitung die Südostschweiz. Und vor ein paar Tagen gegenüber dem Tagesanzeiger: "Wenn es tatsächlich Schächtfleisch wäre, das Coop da verkauft, wären wir schon lange Sturm gelaufen", erklärte STS-Geschäftsführer Hansueli Huber, und dies obwohl Coop den Tatbeweis bis heute nicht erbracht hat. Im Gegenteil, es gibt Indizien, dass es doch Halal-Schächtfleisch ist, welches Coop neu ins Sortiment, von der Firma Baktat aus Deutschland, aufgenommen hat. Herr Huber weiter: "Gegen den Verkauf der Halal-Würste haben wir überhaupt nichts einzuwenden. Schliesslich würde in der Schweiz schon heute in Schlachthöfen halal-konformes Fleisch produziert." Aktuell wird die Junkfoodkette Mc Donalds und die Schweizer Gastronomie vom STS "bearbeitet", weil die Fleischbeschaffung nach Ansicht des STS ungenügend ist. Der STS möchte, dass mehr Tiermorde in der Schweiz verübt werden, gekoppelt mit einer "tierfreundlicheren Beschaffungspolitik"!

 

Fleisch

Im Blick.ch vom 13.8.2009 behauptet Proviande-Chef Heinrich Bucher: "Fleisch sei ganz klar als Grundnahrungsmittel zu erkennen". Es ist aber wohl eher so: Fleisch ist heute ein Genussmittel und für den Großteil der aktuellen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Osteoporose, Fettleibigkeit, Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz usw. mitverantwortlich! Es schädigt das Erbgut und die DNA. Heterozyklische aromatische Amine sind krebserregende und das Erbgut schädigende Verbindungen. Sie entstehen beim Erhitzen von Fleisch, Fleischextrakt und Fisch unter anderem aus Kreatin, einem natürlichen Muskelbestandteil. Die Leber im Organismus der Menschen ist z.B. nicht ausgerüstet, um die Harnsäure im Magen zu verarbeiten während der Verdauung von Fleisch, was zu Rheuma, Arthrose, Gicht, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, usw. führen kann. Ausführliche Studien gibt es hier. Alle Fleischfresser in der Natur haben einen sehr kurzen Darm, weil Fleisch sehr schnell verdirbt, toxisch wird. So können sie es schnell wieder ausscheiden.

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Die Nahrung für unsere Gartenvögel wird im Winter knapp. Deshalb möchte so mancher Tierfreund die Vögel gerne füttern. Das kann den Tieren tatsächlich helfen, aber nur wenn es richtig gemacht wird.

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"Diese Welt wird nicht von jenen in erster Linie bedroht, die Unheil anrichten, sondern von den Zahlreichen, die stumm dabei zusehen/ mitmachen. "
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Zwei Jäger gehen durch den Wald, als einer von ihnen plötzlich zusammenbricht. Er scheint nicht zu atmen, seine Augen sind glasig. Der andere Jäger greift zu seinem Mobiltelefon und betätigt den Notruf. "Ich glaube mein Freund ist tot. Was soll ich tun?", fragt er in Panik. "Ganz ruhig", bekommt er zur Antwort. "Überzeugen sie sich zunächst ob er wirklich tot ist." Stille, dann ist ein Schuss zu hören. Der Jäger fragt: "Gut, und was jetzt?"

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