Die Gesetzesinitiative zu einem Stierkampfverbot in Katalonien lässt die französischen Stierquäler nicht mehr ruhig schlafen. Bisher saßen sie auf dem hohen Ross und wähnten sich unangreifbar, da sie doch den Schutz von Präsident Sarkozy und seiner Regierung genießen, deren wichtigsten Minister begeisterte und bekennende Stierkampffans sind. Dass ausgerechnet in Spanien, dem Ursprungsland der Corrida, über die Abschaffung des Stierkampfs diskutiert wird, muss sie sehr schockiert haben. Besonders den nordkatalonischen aficionados aus dem französischen Teil Kataloniens ist der Schreck in die Glieder gefahren. Sie fürchten nun, die spanische Kulturschande in Katalonien allein und völlig isoliert aufrecht erhalten zu müssen. Die französischen Stierquäler verspüren, dass bald der politische Schutz nicht mehr ausreicht, wenn die bisher passive Ablehnung durch die Mehrheit der Bevölkerung, wie mit dem Referendum im spanischen Katalonien geschehen, einen politischen Ausdruck findet.
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