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Jagd ist Unkultur

 

VIER PFOTEN fordert Stopp des Akkord-Schlachtens

Nur fünf Sekunden Zeit hat ein Schlachthofmitarbeiter für die Schlachtung eines Schweins, 45 Sekunden für ein Rind.

Viele Tiere sind nicht richtig betäubt, wenn sie getötet werden. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN fordert daher ein Verbot der Akkordarbeit auf Schlachthöfen. Zur Überwachung sei laut VIER PFOTEN zudem die Anbringung von Überwachungskameras in allen Schlachthöfen nötig. Wie die Bundesregierung heute auf eine Kleine Anfrage der Grünen antwortete, sind bis zu 9 Prozent der Rinder und 12,5 Prozent der Schweine noch bei Bewusstsein, wenn sie geschlachtet werden.

„Man kann sich die Qualen der Tiere kaum vorstellen, die ohne Betäubung geschlachtet werden. Akkordarbeit auf Schlachthöfen passt nicht im Entferntesten mit dem Staatsziel Tierschutz zusammen, wie es im deutschen Grundgesetz steht“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. Auf das Gewissen der einzelnen Mitarbeiter zu hoffen, sei vergebens. „Die Erfahrung hat gezeigt: Tierquälerei in Schlachthöfen kann nur durch stärkere Kontrollen verhindert werden“, so Dr. Stephany .In Deutschland wurden 2011 insgesamt 58,3 Millionen Schweine getötet (Quelle: Schweine.net). Eine Fehlquote von 12,5 Prozent bedeutet, dass ca. 6,9 Millionen Schweine bei vollem Bewusstsein geschlachtet wurden.

VIER PFOTEN appelliert an alle Verbraucher, den Fleischkonsum zu reduzieren, auf die Herkunft des Fleisches zu achten und pflanzliche Alternativen aus Saitan, Tofu oder Lupinen auszuprobieren.

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