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Schutz der Beutegreifer

 

Bär M 13

In der Nähe des Nationalparks im Kanton Graubünden ist ein Bär gesichtet worden.

Die beigezogene Wildhut bestätigte aufgrund des Spurenbildes die Anwesenheit des Bären, wie das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden am Samstag mitteilte. Bisher verhalte er sich unauffällig.

Vor einer Woche sind laut dem Amt im benachbarten Vinschgau im Südtirol zwei Bärenbeobachtungen gemeldet worden, zuerst im Schnalstal, einige Tage später in Schlanders. Es sei möglich, dass es sich in allen Fällen um das gleiche Tier handle.

Update 9.4.2012

In der vergangenen Nacht hat der Bär oberhalb von Scuol ein Bienenhaus leergeräumt. Hobby-Imker Karl Andersag sagt gegenüber der «Tagesschau», dass sich der Schaden auf zirka 700 Franken belaufe. Trotzdem will Wildhüter Florineth noch von keinem Sicherheitsrisiko sprechen. Zunächst gelte es, die Lage zu beobachten.

M13 heisst dieser, ist ein zweijähriges Männchen und bringt mindestens 100 Kilogramm auf die Waage. Im Oktober letzten Jahres bekam er einen Peilsender, verlor ihn aber später wieder. Bis vor zwei Wochen hielt er sich noch in Italien auf.

Update 10.4.2012

Der 2jährige Braunbär M13 sorgt im Unterengadin für Aufregung. Am Ostersamstag tauchte er im Val S-charl nahe Scuol auf, und auch heute hat er sich wieder gezeigt, aus nächster Nähe, in Tarasp. Die Wildhüter sprechen nicht von einem Problembären. Mitte April 2008 musste ein eingewanderter Bär in der Region von Thusis vom Wildhüter erlegt werden. Braunbär JJ3 hatte den Winterschlaf in Graubünden verbracht nach dem Erwachen zu oft in bewohntem Gebiet nach Nahrung gesucht. Sogar Katzenteller hatte er ausgeleckt.

Sterben musste das Tier, weil es zum Risiko für den Menschen geworden war. Das Bärenmännchen wurde als Präparat im Bündner Naturmuseum in Chur platziert.

Wegen des Populationsdruckes von über 30 Tieren im italienischen Trentino wandern seit 2005 immer wieder Bären in Graubünden ein, in der Regel Ende Juni. Noch nie aber ist ein Wildtier so früh im Engadin gesichtet worden wie in diesem Jahr.

Bei Begegnungen mit Bären empfehlen Fachleute, ruhig zu bleiben und durch Reden oder Armbewegungen auf sich aufmerksam zu machen. Danach ist der langsame Rückzug ratsam.

Greift ein Bär wider Erwarten an, wird empfohlen, sich flach auf den Bauch zu legen mit den Händen über dem Nacken. «Der Bär wird den Menschen erkunden und feststellen, dass dieser keine Gefahr darstellt», heisst es im Konzept Bär des Bundes. In Mitteleuropa sind laut Angaben des Bundes bisher keine Fälle von absichtlicher, direkter Aggression von Bären gegenüber Menschen bekannt.

Update 11.4.2012

Anlässlich der Sichtung des aus dem Trentino stammenden Braunbären M 13 im Unterengadin betont die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die Bedeutung von Präventions-massnahmen für ein funktionierendes Zusammenleben von Mensch und Bär.

Konflikte mit Bären können durch rechtzeitige Vorsorge weitgehend vermieden werden. Hierzu gehören zum Beispiel die Sicherung von Bienenhäusern und Viehherden durch Elektrozäune und die bärensichere Lagerung von Abfällen. Begegnungen zwischen Wanderern und Braunbären sind extrem selten.

VIER PFOTEN begrüsst die langsame Rückkehr von Braunbären in ihr alpines Verbreitungsgebiet. Bären sind in der Schweiz streng geschützt und alle Alpenländer unternehmen große Anstrengungen, um eine konfliktarme Wiedereinwanderung der faszinierenden Tierart zu ermöglichen. Allerdings muss das Zusammenleben von Mensch und Tier erst wieder erlernt werden. Hinsichtlich M 13 plädiert VIER PFOTEN für eine möglichst genaue Beobachtung durch die zuständigen Behörden und Fachstellen. Hierzu könnte der Bär erneut mit einem Sender ausgestattet werden. Sollte sich herausstellen, dass der Bär zu wenig Scheu vor menschlichen Behausungen und Personen zeigt, könnte gemäss dem "Konzept Bär Schweiz" über Massnahmen zur Vergrämung nachgedacht werden.

Update 12.4.2012

Momentan sorgt der Bär «M13» im Unterengadin für Gesprächsstoff. Er ist ein wandelndes Medienereignis, das viele fasziniert. Doch niemand möchte in seine bärenstarken Arme laufen. «10vor10» ist der Faszination Bär auf den Grund gegangen. Weshalb fühlen sich Menschen von Bären derart angezogen?

10vor10 vom 11.04.2012

Noch keine Woche ist der Bär M13 im Unterengadin aber bereits hat er sich erste Feinde geschaffen und viele Emotionen ausgelöst - vor allem bei Schafzüchtern. Wie weiter mit dem Bären?

Bär M13 wurde erfolgreich  betäubt und besendert

Gestern Nacht konnte M13 eingefangen und mit einem Senderhalsband ausgerüstet werden.

Der Wildhut des Kantons Graubünden ist es gelungen, den seit einigen Tagen herumstreifenden Jungbären M13 in der Nähe von Scuol zu betäuben und ihm ein Senderhalsband anzulegen. Vorgängig hatte er in einem Gehege eine Ziege gerissen. Anlässlich der Aktion konnte festgestellt werden, dass es sich beim 120 Kilogramm schweren Tier tatsächlich um den männlichen Jungbären M13 handelt.

Mit der Besenderung ist die Grundlage gelegt, um gemäss geltendem "Konzept Bär Schweiz" eine engere Überwachung des Tieres sicher zu stellen und umgehend Vergrämungsmassnahmen einzuleiten. Damit soll letztlich eine Umerziehung erreicht werden. M13 muss wieder mehr Scheu vor den Menschen beigebracht werden, damit seine Fluchtdistanz wieder vergrössert werden kann. Damit soll auch verhindert werden, dass er regelmässig in Siedlungsnähe auftaucht und dort nach Fressbarem sucht.

Die Bevölkerung und die Touristen werden ihrerseits angehalten, Siedlungsabfälle und mögliche Nahrungsmittel für den Bären unerreichbar aufzubewahren bzw. sicher zu entsorgen. Solange M13 nutzbare Futterquellen in Siedlungsnähe findet, bleiben diese für ihn attraktiv und wird er versuchen, diese Stellen immer wieder aufzusuchen.

Update 13.4.2012

Update 14.4.2012

Der Bär M13 kann ungestört Bienenstöcke ausräumen und im Abfall wühlen. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Unterengadiner zu wenig auf einen Bären vorbereitet sind. Claudia Weber im Interview mit dem Eidgenössischen Jagdinspektor, Reinhard Schnidrig.

Update 17.4.2012

„M13“ hat nach seiner Kurzvisite in der Schweiz offenbar wieder Lust auf die Tiroler Berge. Der Jungbär hat in der Nacht von Sonntag auf Montag die Grenze bei Nauders überschritten und hält sich derzeit im Grenzbereich von Pfunds bei Österreich und Graubünden auf.An der Strasse zwischen Vinadi und Martina GR versucht M13 über eine Leitplanke zu klettern.

Turnen an der Leitplanke am 19. April 2012. An der Strasse zwischen Vinadi und Martina GR versucht M13 über eine Leitplanke zu klettern. In dieser Woche wanderte M13 dreimal über die Grenze von Österreich in die Schweiz und zurück.

Update 22.4.2012

Nördlich von Bozen im Südtirol zwischen Chiusa und Ponte Gardena hat ein Mercedes einen Bären überfahren. Bei dem Tier, das kurz nach dem Aufprall verendete, handelt es sich wahrscheinlich um M14 dem Bruder von M13. Auch M13 befindet sich zurzeit wieder im Tirol.

Ein herannahender Mercedes habe den Bären voll erfasst. Das Tier habe noch einige Schritte bis in den Strassengraben gemacht, sei dort zusammengebrochen und gestorben. Der Fahrer des Mercedes und sein Sohn blieben gemäss dem Bericht bei dem Unfall unverletzt laut einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Im vergangenen Jahr wurde die Bärin Vida auf der Brennerautobahn zwischen Trento und Bozen angefahren. 2009 fuhr ein Wildhüter einen Bären an. Beide Male überlebten die Petze.

Update 23.4.2012

Update 24.4.2012

M 13 streift am Dienstag mit seinem Bruder M 12 durch das Grenzgebiet Pfunds/Graubünden. Beide stammen aus dem Ansiedlungsprojekt "Life Ursus" im italienischen Trentino. M 12 trägt kein Sender.  Sie sind ins Visier des Tiroler Bärenbeauftragten geraten. Auf die Jungbären darf mit Gummischrot und Knallkörpern geschossen werden, um sie von Menschen fernzuhalten. Am Montag haben die Bären einen Bienenstock geplündert.

Schiessen auf die 120 Kilogramm schweren Wildtiere dürfen nur Fachleute des Tiroler Bärenmanagements. Jungbär M13 war schon nach seiner Einwanderung nach Graubünden im Unterengadin mindestens zwei Mal mit Vergrämungsaktionen verscheucht worden. Sein Verhalten wird von Fachleuten als «auffällig» eingestuft, weil das Tier wenig Scheu vor Menschen zeigt.

„Wir müssen den Bären zeigen, dass es sich nicht lohnt, sich in der Nähe von menschlichen Siedlungen aufzuhalten und Futter zu suchen“, erklärt Tirols Bärenbeauftragter Martin Janovsky die Hintegründe. Bären seien sehr lern- und anpassungsfähig. Ähnliche Maßnahmen sind auch in der Schweiz erlaubt.

Die fünf vom Land angeschafften Elektrozäune zum Schutz von Bienenstöcken sind bereits alle entlehnt und im Einsatz.

Bereits entstandene bzw. künftige von Bären verursachte Sachschäden würden von der Haftpflichtversicherung des Tiroler Jägerverbandes abgegolten.

M 12 war zu Ostern von einem Pistenraupenfahrer bei Nauders beobachtet worden. In der Nähe hatte der Bär dann einen Skidoo demoliert, ehe er wieder in Richtung Schweiz verschwand.

Update 26.4.2012

Bär M13 bringt vermutlich die Polizei in Österreich auf die Spur eines schrecklichen Verbrechens, laut orf.at.  Ein Baum war auf die Straße gestürzt. Vermutlich sei der Bär M13 dort unterwegs gewesen und habe den Baum zu Fall gebracht, so Walter Pupp vom Landeskriminalamt (LKA). Der Baum fiel auf eine Stromleitung und es entstand ein Brand. Die Feuerwehr und Polizei rückten aus. Die Polizei musste den Verkehr regeln. Im Zuge der Verkehrsregelung hielt ein Beamter nach dem Bär M13 Ausschau und entdeckte stattdessen in einem abschüssigen Geländestück eine Leiche. Das Landeskriminalamt wurde gerufen, und die Leiche des Mannes wurde noch am Abend geborgen: „Die Leiche wurde bereits obduziert, und es wurde festgestellt, dass der Mann durch Fremdeinwirkung gestorben ist. Er hat mehrere Schläge auf den Hinterkopf bekommen.“

In diesem steilen Hang wurde die Leiche gefunden

Update 1.5.2012

Der Bär wurde von einem Zug der Rhätischen Bahn angefahren! Passiert sein soll das ganze am Montagabend im Engadin. Um 21.40 Uhr ist in der Zentrale der Rhätischen Bahn eine Meldung von einem Lokführer eingegangen. Dieser gab zu Protokoll, dass es einen Zwischenfall «mit einem grösseren Tier» gegeben habe. Die Wildhut konnte jedoch noch keine genauen Spuren finden. M13 lebt und bewegt sich. Am Dienstagmorgen konnte M13 dank den GPS-Peilungen geortet werden. Seither steht das Tier unter ständiger Beobachtung. Der Bär verhält sich ruhig. Grössere Verletzungen konnten nicht festgestellt werden, er bewege sich aber schmerzhaft, wie ein Amt in Graubünden mitteilt.

Am Ofenpass zwischen Zernez und Sta. Maria im Engadin ist zudem ein neuer Bär aufgetaucht. Damit dürften sich im Kanton Graubünden aktuell drei Bären aufhalten.

Der noch unbekannte Braunbär ist der sechste, der in den letzten sieben Jahren nach Graubünden eingewandert ist. Der erste war JJ2, der Ende Juli 2005 auftauchte. Dies 100 Jahre, nachdem im Val S-charl der letzte freilebende Bär in der Schweiz von zwei einheimischen Jägern zur Strecke gebracht worden war.

Als nächster wanderte JJ3 nach Graubünden. Wildhüter erschossen ihn im April 2008 in der Nähe von Thusis. Im Juni 2011 streifte M2 während einer Woche durch das Münstertal und das Unterengadin. Und kürzlich folgten M13, der sich seit Ostern im Unterengadin aufhält, und wahrscheinlich M12.

Update 2.5.2012

Der Bär will die Jäger von der Aufsicht nicht sehen und versteckt sich im Gebüsch. Sein Standort wird weiterhin mit dem GPS-Sender überwacht. Wird ein anderes Wildtier von einem Zug angefahren, hat es in der Regel keine Chance zu überleben. M13 lebt aber und streift weiterhin durch das Unterengadin. Der Bär soll keine äusseren Verletzungen oder Frakturen haben, laut Beobachtungen, Schmerzen jedoch schon. M 13 muss sich jetzt in Ruhe selber erholen können.

Sicher ist laut dem Bündner Jagdinspektor, dass sich der Bär bei der Kollision am Montagabend mit einer Lokomotive der Rhätischen Bahn im Unterengadin Prellungen zugezogen hat. Das rund 120 Kilogramm schwere Männchen hielt sich am Mittwoch immer noch im Gebiet des Unfallortes auf und steht unter Dauerbeobachtung der Wildhut.

Der Jungbär reagiere normal und habe keine Gleichgewichtsstörungen. Das gut zweijährige Tier betäuben, um es medizinisch zu untersuchen, wollen die Jagdbehörden nicht. "Der Bär ist und bleibt ein Wildtier", betonte Brosi.

Update 3.5.2012

Derzeit seien die Bären in Graubünden intensiv unterwegs und würden täglich bis zu 30 Kilometer zurücklegen. Auch M 13 soll es den Umständen entsprechend gut gehen. Er hat wohl einen ordendlichen Schlag beim Zusammenprall mit dem Zug erhalten und erhole sich gut. Er streife weiterhin durchs Unterengadin. Gestern hielt er sich immer noch im Gebiet des Unfallortes bei Ftan auf.

Update 7.5.2012

Der Bär M13 hat den Zusammenstoss mit einem Zug der Rhätischen Bahn (RhB) überlebt. Beim Zwischenfall wurde aber der GPS-Sender, mit dem der Bär ausgerüstet worden war, zerstört. Der andere im Engadin vor Wochenfrist aufgetauchte Bär ist vià Schweizerischen Nationalpark – Val Bever – Julierpass nach Bivio gewandert.

Bär M13 hat den Zusammenstoss mit einer RhB-Lokomotive am 30. April 2012 überstanden. In den ersten beiden Tagen nach dem Zusammenstoss war sein Bewegungsradius noch stark eingeschränkt. Mittlerweile hat er diesen wieder erheblich erweitert. Leider wurde bei dem Zwischenfall das GPS-Sendergerät zerstört. Mit wieder zunehmendem Aktionsradius des Bären erhöht sich damit das Problem seinen Standort zu kennen. Die letzte Registrierung stammt vom vergangenen Samstagsabend im Val S-charl auf Gemeindegebiet von Scuol. Seither fehlen aktuelle Hinweise.

Jener Bär, der vor einer Woche in der Umgebung von Zernez beobachtet werden konnte, hat in den letzten Tagen eine grössere Tour unternommen. Zuerst besuchte er den Schweizerischen Nationalpark, dann konnten seine Spuren im Val Bever geortet werden. Über die fast 3000 Meter über Meer gelegene Fuorcla d’Agnel hat er sich anschliessend zum Julierpass und weiter nach Bivio verschoben. Am Wochenende hat sich seine Spur unterhalb von Bivio im dort aperen Gelände verloren. Von Seiten der Bevölkerung sind keine Beobachtungen oder Schadensmeldungen eingegangen.

Schweiz aktuell vom 07.05.2012

Update 15.5.2012

Der Bär M 13 scheint sich nach dem Zusammenstoss mit dem Zug in höhere Talschaften zurückgezogen zu haben. Wenn der Bär entdeckt wird, muss er wieder mit einem Peilsender versehen werden. Dies schreibt das Bärenkonzept des Bundes bei auffälligen Bären vor. M 12 wurde ebenfalls nicht mehr gesehen.

An der Grenze zu Graubünden sollen sich zwei weitere Bären aufhalten. Sichtungen wurden aus Chiavenna sowie vom Valdidentro bei Bormio gemeldet. Die Tiere können innert 24 Stunden im Kanton Graubünden sein. Bären legen bis zu 20 Kilometer pro Tag zurück.

Update 7.6.2012

Nachdem der Bär M13 Ende April im Unterengadin von einer Lokomotive der Rhätischen Bahn angefahren worden war, wurde er praktisch den ganzen Monat Mai über nicht mehr gesehen. Ende Mai sei M13 auf der lombardischen Seite des Stelvio Nationalparkes genetisch nachgewiesen worden. Auch der Bruder von M 13, M 12 soll sich wieder in Italien aufhalten. In Italien halten sich demnach inzwischen 30 Braunbären auf.

Update 25.6.2012

M13 ist zurück in Graubünden. Die letzten Wochen hat er im Veltlin verbracht. Am vergangenen Wochenende ist er im Bergell und im Oberengadin beobachtet und identifiziert worden.

M13 ist im Laufe des Junis wiederholt im benachbarten Veltlin in der Nähe von Sondrio (Valmalenco, Valmasino) registriert worden. Am Samstagmorgen 23. Juni um 8.00 erfolgte eine Beobachtung in der Nähe des Albignastausees im Bergell. Gestern Abend tauchte M13  nahe der Julierpass Strasse auf. Zahlreiche Passanten konnten verfolgen wie sich M13 parallel zur Pass Strasse Richtung Silvaplana bewegte. Aufgrund der gelben Ohrmarke und des schwarzen Halsbandes konnte der talwärts ziehende Bär von der Wildhut als M13 identifiziert werden. Mit dem Erreichen der Waldgrenze hat sich der Bär den Blicken der zahlreichen Zuschauer entzogen.

Bär M13 hat am 30. April einen Zusammenstoss mit einer RhB-Lokomotive 2012 mit geringfügigen Verletzungen überlebt. Bei diesem Zwischenfall wurde das GPS-Sendegerät zerstört. Nach kurzer Erholung von diesem Unfall hat sich M13 via Val S-charl und Münstertal nach Italien abgesetzt. Die letzten Wochen hat er im benachbarten Veltlin verbracht. Dabei hat er sich weitgehend von Siedlungen fern gehalten und keine grossen Schäden verursacht. 

Schweiz aktuell vom 26.06.2012

Update 2.7.2012

Am letzten Samstag ist es der Wildhut des Kantons Graubünden gelungen, den Jungbären M13 einzufangen und mit einem neuen Sender auszustatten. Innerhalb einer Woche wanderte er vom Bergell ins Val Müstair.

Am Samstag 30. Juni 2012 konnten verschiedene Personen den männlichen Jungbären M13 im Val Müstair beobachten. In der Folge gelang es der Wildhut den Bären zu narkotisieren und den nicht mehr funktionierenden Halsbandsender auszuwechseln. Bei dieser Gelegenheit konnte er von einem Tierarzt untersucht werden. Der Bär ist in guter körperlicher Verfassung und gesund. Alte Verletzungen oder andere Spuren von der Kollision mit der RhB vom 30. April 2012 konnten keine festgestellt werden.

Am 23. Juni wanderte der Bär vom unteren Veltlin ins Bergell ein. Auf seiner 80-100 km langen Wanderung wurde er nur am Julierpass und im Val Müstair beobachtet. Mit grosser Wahrscheinlichkeit mied er die Nähe von Siedlungen. Dieses Beispiel zeigt, dass im südlichen Kantonsteil immer wieder mit dem Auftreten von Bären zu rechnen ist. Es zeigt aber auch, dass eine Voraussage über das nächste Auftreten nicht gemacht werden kann. Es ist wichtig, dass die bekannten Verhaltensregeln eingehalten werden. Bei einer Begegnung mit einem Bären soll man mit Geräuschen und ruhigen Bewegungen auf sich aufmerksam machen, keinesfalls wegrennen oder gar dem Bären nachsteigen. Essen 

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